„STADT UND ERNÄHRUNG“ (Tagung)

Hermannstadt und seiner Umgebung trägt im Jahr 2019 den Titel „Gatronomische Region Europas”.  Diese Gelegenheit bietet der Stadt eine außergewöhnliche Möglichkeit, das gastronomische, kulturelle und touristische Potenzial der Region zu fördern. In diesem Kontext organisiert die Evangelische Akademie Siebenbürgen in Zusammenarbeit mit der Kommission für Städtische Geschichte Rumäniens und dem Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde Hermannstadt vom 17. bis zum 19. Oktober 2019 eine wissenschaftliche Veranstaltung mit dem Thema

„Stadt und Ernährung“.

Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Veranstaltung, welche im Hans-Bernd-von-Haeften Tagungs- und Konferenzzentrum stattfindet, wird die historische Entwicklung des Verhältnisses zwischen Stadt und Ernährung analysiert. Folgende Themen werden vorgestellt und besprochen: Nahrungsmittelanbau und seine Auswirkungen auf die Umwelt; vom Anbau zum Endprodukt; regionale Produkte und ihre Rolle in Landwirtschaft; Lebensmittelvermarktung; Nahrungsmittelkonsum und Strategien gegen Verlust, Ressourcen, Krankheiten und Hunger. 

Die wechselseitige Abhängigkeit von städtischer Entwicklung und Ernährung wird sowohl in den zugehörigen urbanen Problemlösungen und Adaptierungen etwa im Aufkommen von Jahr- und Wochenmärkten, von Marktplätzen und Geschäften, die auf bestimmte Produkte spezialisiert sind oder die Einführung von modernen Produktions-, Lager- und Vertriebsmöglichkeiten bestimmt, als auch im Zwischenspiel von urbaner Wirtschaft und Verwaltung, etwa durch Preisfestlegungen, gesetzliche Vorschriften im sanitären Bereich oder jenem der Lebensmittelqualität. Die Geographie des städtischen Lebensunterhalts umfasst nicht nur die Gebiete der Nahrungsmittelproduktion und des Handels damit, sondern auch die privaten, bzw. öffentlichen Orte des Konsums, von einfachen Wohngebäuden über die imposanten Adelsresidenzen und von den alten Kneipen und Gasthäusern bis zu den modernsten und auserlesensten Restaurants. Durch die Analyse dieser Orte öffentlicher oder privater Gastfreundschaft kann man untersuchen, wie lokale gastronomische Gewohnheiten sich mit den allgemeinen Traditionen verbinden und wie sie im wesentlichen die soziokulturellen, ethnischen und konfessionellen Umrisse städtischer Gemeinschaften widerspiegeln.

Die Tagungssprachen sind Rumänisch und Deutsch.

 

PARTNER:   

Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften Hermannstadt